PILOTPROJEKT - Milchprodukte bei Pausenfrühstück

Ministerium fördert das Modul-Projekt an der Grundschule Deisenhausen als einziger Schule im Landkreis

Schulmilch

von links: Karin Fuchs, Klassenelternsprecherin (3b), Brigitte Andersen, Vorsitzende des Elternbeirats, Stephanie Sperlich, Evelyn Leopold, Bürgermeister Norbert Weiß

Passend zum Wintereinbruch wurde jetzt das Pilotprojekt „Schulmilch“ in der Aula der Grundschule Deisenhausen vorgestellt, da gerade in der Winterzeit vermehrt auf Vitamine und mineralstoffreiche Ernährung geachtet werden sollte.

Gemeinsam mit einigen Müttern hatten Schüler der Klasse 3b ein farbenfrohes, variantenreiches Pausen-Frühstücks-Büffet zusammengestellt. Dies wird seit vielen Jahren regelmäßig einmal im Monat an der Grundschule als Schulfruchtprogramm praktiziert, wobei sich die Schulklassen abwechseln. Neu war diesmal die breite Palette an Milchprodukten. Die Grundschule Deisenhausen erhielt für den Landkreis Günzburg den Zuschlag für diese Fördermaßnahme „Modellprojekt-Schulfrühstück“ – Modul „Milch“. Bayernweit wird diese Aktion vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf eine Schule der verschiedenen Landkreise verteilt.

Neben viel Obst, Gemüse und Vollkorn soll dieses Schulfrühstück in der Pause nun ausreichend Milch, Buttermilch, Kefir, Naturjoghurt, Dickmilch, Quark und Käse (ohne Schmelzkäse) zur Auswahl bereitstellen. Dieses erweiterte Angebot für das Pausen-Schulfrühstück wird nun von November bis Januar einmal im Monat zusammengestellt. Und zusätzlich erhalten die Schüler eine Milch-Produkt-Aktion alle vierzehn Tage in der kleinen Pause.

Die Schulleitung und der Elternbeirat legen dabei großen Wert auf frische Nahrungsmittel aus der Region und speziell bei den Milchprodukten auf ein Bio-Siegel. Verstärkt werden in dieser Zeitspanne im Unterricht die Aspekte der gesunden Ernährung zusätzlich eingebaut. Durch dieses Angebot an leckeren Speisen soll den Kindern ein natürliches Geschmacksempfinden ermöglicht werden. Dies erfordert oft eine Umstellungsphase, da schon Kleinkinder Nahrungsmittel mit zu viel Kalorien und Geschmacksverstärkern bevorzugen. Die freie Auswahl muss selbstverständlich für die Schüler möglich sein, da gerade bei Milch eine Laktose-(Milchzucker)-Unverträglichkeit oder eine grundsätzliche Abneigung gegen Milch vorhanden sein kann.

Für die Lagerung und Zubereitung der Milchprodukte an der Schule muss die Einhaltung der Kühlkette ab Lieferung gewährleistet werden, so Rektorin Fleischmann. Bei den Kindern ist das vielseitige Pausen-Frühstück begeistert aufgenommen worden. Die Renner waren die Quark- und Käse-Vollkornsemmel mit Tomaten, Karotten, Paprika, Radieschen als Mäuse dekoriert, Trinkmilch, Fruchtsäfte und der Hexenbrei, eine Joghurt-Früchtemüsli-Variante. Der favorisierte Pausenbrot-Aufstrich der Deisenhauser Grundschulkinder nennt sich „Die pikante Frischkäsecreme“ (siehe Rezept). Zum „Schulmilch-Pilotprojekt“ werden Ende Januar 2013 die Schulen ihre Erfahrungen mit dieser Aktion ans Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten weiterleiten und die Auswertung wird dann veröffentlicht.

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